Donnerstag, 27. März 2014

Die Sache mit der Tollpatschigkeit

 „Ich hasse mein Leben“, sagte sie nachdem sie Leiter runtergefallen war. Naja, zugegebenermaßen...Das muss schon weh getan haben und so ein bisschen Ärger über die eigene Tollpatschigkeit ist auch verständlich.
Ich kann das gut verstehen, personifiziere ich doch normalerweise die Tollpatschigkeit. Denn ratet mal, wer letztes Jahr die Treppe runterfiel und in den folgenden sechs Wochen mit eingegipsten Fuß seine Familie zu Bediensteten machte? Oder wer an Karneval mal vom Tisch fiel und daraufhin neben blau gefleckten Beinen auch ein riesiges blaues Auge mit sich herumtrug? Zwei Wochen vor dem Abschlussball in der Tanzschule natürlich.


Ob ich mein Leben gehasst habe? Ja, in dem Moment garantiert. Aber wenn ich jetzt im Nachhinein darüber nachdenke kann ich schon fast darüber lachen. Immerhin muss man auch die Hintergründe zu den jeweiligen Ereignissen kennen: Als ich die Treppe runterfiel, brachte kurz vorher der Postbote das lang ersehnte neue Iphone, auf das ich mich so sehr gefreut hatte. Für das hatte ich dann in der Tat auch viel Zeit...zu viel Zeit um genau zu sein.
Als ich vom Tisch fiel war ich so ungefähr 15. Das erste Karneval abseits vom Kinderkarneval oder so. Das erste Mal ein bisschen zu viel getrunken. Und das erste Mal Karneval nach dem Motto „Einmal im Jahr rumlaufen wie eine Prostituierte.“ Wie soll ich sagen...ich hatte es wohl einfach nicht besser verdient.


Was ich eigentlich sagen will: Tollpatschigkeit kann eine Strafe sein. Sollte man sich wirklich mal weh tun zumindest. Doch wie viele lustige und unvergessliche Momente haben wir ihr denn zu verdanken? Wie oft haben wir uns schon selbst damit zum Lachen gebracht? Und vor allen Dingen: Wie oft hatten andere schon was zu Lachen?

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