Sonntag, 13. April 2014

Immer wieder sonntags




In Amerika ist Sonntag ein Tag wie jeder andere – Supermärkte und auch alle anderen Geschäfte haben zu normalen Öffnungszeiten geöffnet. Daran gewöhnt man sich sehr schnell, nicht wenige Sonntage verbrachte ich in Shopping Malls und es ist angenehm, wenn man sich auch sonntags spontan zum Kochen verabreden und noch schnell alles Nötige dafür einkaufen kann.
Daher fiel es mir nicht besonders leicht, mich wieder umzugewöhnen – des Öfteren habe ich darüber geschimpft, dass hier sonntags alles geschlossen hat. In Deutschland ist es nämlich in den meisten Bundesländern gesetzlich verboten, sonntags die Läden zu öffnen, es sei denn man hat eine Sondererlaubnis.


Doch mittlerweile kann ich den Nutzen an der deutschen Regelung sehen und verstehen. Sonntag ist hier zu Lande kein Tag wie jeder andere. Ich muss zwar leider gestehen, dass ich als Studentin an zu wenigen Sonntagen komplett abschalte, meist mache ich wenigstens ein paar Kleinigkeiten für die Uni oder erledige etwas im Haushalt, so auch heute.
Allgemein ist das Leben jedoch ruhiger, Erholung und Zeit mit Freunden und Familie steht auf der Tagesordnung. Vogelgezwitscher, Kinderlachen und Kirchenglocken übertönen ausnahmsweise den Verkehrslärm. Man entflieht einen Tag lang der Konsumgesellschaft und entzieht sich dem Alltag.

Und das ist doch das Schöne am Sonntag, was auch ich viel öfters tun sollte. Einen Tag in der Woche mal abschalten und einfach das Leben genießen. Nicht an die Uni denken. Rausgehen an die frische Luft, Eltern mit ihren Kindern spielen sehen, Omis und Opis auch nach Jahrzehnten noch glücklich Hand in Hand laufend, Radfahrer, junge Menschen die mit ihren Freunden im Park rumliegen. Jenseits jeglichen Verpflichtungen, die der Alltag sonst mit sich bringt. 

Ja, viel öfter sollte ich mir auch während des Semesters mal einen richtigen Sonntag erlauben.





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