Freitag, 2. Mai 2014

Von Listen, Häkchen und Zielen

Ich mag Listen. Sehr gerne sogar. Einkaufslisten, Wunschlisten, Glücklich-Mach-Listen...

Diese beiden Bücher sind zum Beispiel total mein Ding. Dazu aber irgendwann anders mehr, denn ich kam auf die großartige Idee Bücher zu kaufen, für die ich im Moment absolut keine Zeit habe (Solltet ihr mal vor der Entscheidung stehen...Lasst es!).


Was ich allerdings am meisten mag sind To-Do-Listen. Die Art von Listen, die einen so richtig glücklich machen, vorausgesetzt man hat am Ende des Tages auch wirklich alles abgehakt...was man ja eigentlich auch nur schafft, wenn der einzige Punkt „Liegenbleiben“ heißt.


Meine Liste hat allerdings meistens mehr Punkte. Und sobald ich einen abgehakt habe, fällt mir ein Neuer ein. Sie wirklich abarbeiten zu können, ist also nahezu unmöglich. Kein Glücklich-Mach-Faktor. Eher einer, der deprimiert. Jeden Tag neu. Irgendwann versuchte ich mir also genau deshalb abzugewöhnen, tägliche To-Do-Listen zu schreiben. Aber ich mag sie doch so gerne...
Hier fand ich zufällig eine neue Version der To-Do-Liste: Eine To-Don’t-Liste. „Eine Liste mit Dingen, die ich nicht tun möchte. Die sollte doch zu bewältigen sein“, dachte ich und fing an zu überlegen, was ich da wohl drauf schreiben würde.
Meine erste Version sah ungefähr so aus:
  •         Nicht im Bett liegenbleiben
  •      Nicht prokrastinieren

Nach dem 2. Punkt brach ich ab. Zwei Punkte. Zwei Punkte, die ich eh nicht würde abhaken können (Erfahrungswerte und so). „So kann das doch nicht gemeint sein“, dachte ich und fing noch einmal an...
  •            Nicht mehr alles überdenken. Denken kann so viele Situationen kaputt machen. Ich sollte meinen Kopf ab und an mal abstellen.
  •             Nicht mehr so perfektionistisch sein. Manchmal macht erst das Unperfekte Dinge perfekt.
  •           Nicht mehr so oft „Nein“ sagen. Mutig sein. Neues ausprobieren. Nicht mehr  alles absagen, was ich nicht kenne
  •           ...

Auch dies sind Dinge, die ich möglicherweise nie abhaken kann. Aber es sind Dinge, die ich nicht sofort aufgebe. Dinge, an denen ich arbeiten möchte und die ihr Häkchen schon noch bekommen. Irgendwann.
Jetzt, wo ich noch einmal darüber nachdenke, kommen mir diese Listen vor wie Neujahrs-Vorsätze. Ende April. Als ob es nicht reichen würde, sie einmal im Jahr zu machen. Wobei...eigentlich kann man sich nicht oft genug Ziele setzen, immer in der Hoffnung, sie irgendwann doch noch zu erreichen.



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