Donnerstag, 31. Juli 2014

Das ewige ZU





Wieder mal zu viel gegessen, zu spät noch wach gewesen, zu lange geschlafen, zu wenig gelernt. Zu viele Träume, zu wenig Zeit, zu viel Sehnsucht, zu große Angst. Zu laut gelacht, zu leise um Hilfe gebeten, zu viel gedacht, zu wenig gesagt.

Unser Leben besteht aus lauter „zu’s“: zu viel, zu wenig, zu gut, zu schlecht, zu stark, zu schwach.

Aber ab wann ist denn etwas ZU laut statt einfach laut, ZU viel statt einfach viel? Und wer entscheidet das? Wir selber – oder doch die anderen?

Meine Träume sind groß, aber sind sie zu groß? Ich will viel und alles auf einmal, aber will ich zu viel? Ich hoffe stark, aber hoffe ich zu stark?

Vielleicht war ich wieder mal lange wach, aber vielleicht habe ich genau das gebraucht und genossen – und dann war es nicht zu lange. Vielleicht ist nur wenig Zeit, aber vielleicht sollten wir diese richtig nutzen – und dann muss es nicht zu wenig sein. Vielleicht haben wir laut gelacht, aber vielleicht waren wir glücklich dabei – und dann war es nicht zu laut.
Vielleicht erhoffe ich viel, liebe sehr, vertraue wenig – vielleicht. Aber vielleicht ist das so wie ich bin. Und dann ist es weder zu viel, noch zu sehr, noch zu wenig.

Denn kann man zu sehr man selbst sein? Kann man zu arg vermissen? Kann man zu glücklich oder zu traurig sein?

Wer weiß. Selbst wenn, vielleicht mag ich es so. Vielleicht verliere ich mich ja gerne in einem Strudel von Gefühlen, von himmelhochjauchzend bis zur größten Verzweiflung. Und fühle mich dabei in jeder Sekunde lebendig.

Lasst uns zu viel leben, zu laut lachen, zu glücklich sein, zu sehr lieben, zu viel wollen. Alles mitnehmen, alles auskosten was geht. Damit wir später einmal nicht zu viel bereuen.




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