Samstag, 23. August 2014

Ayo Technology



„Über das Internet lässt sich alles vernetzen.“, erkannte Marc Benioff, Gründer des innovativen Unternehmens Salesforce aus dem Silicon Valley, bereits 2004. Das Rad der technologischen Entwicklungen dreht sich so schnell, dass einem schon bald schwindelig werden könnte. Ständig kommen neue Dinge auf den Markt, es ist beeindruckend, was mittlerweile alles möglich ist. Die Google Glasses lassen da ein Smartphone schon alt aussehen. Durch Hologramme – realitätsnahe 3D-Projektionen in Echtzeit von Menschen oder Gegenständen – sollen bei Meetings und Kongressen Unmengen an Kosten eingespart werden können, da Reisekosten entfallen. Gut für die Umwelt soll es außerdem sein, wenn die Person sich nicht mehr in den Flieger setzen muss und trotzdem teilnehmen kann. 
Und dann reden da alle von der totalen Vernetzung und dem Internet der Dinge. Alltagsgegenstände sollen Daten speichern, senden und empfangen können. So dass zum Beispiel die Zahnbürste direkt an unseren Zahnarzt weiterleitet, wie gut wir unsere Zähne putzen; unser Auto uns rechtzeitig anzeigt, wenn und warum es in die Werkstatt muss und dabei auch noch die nächste Werkstatt direkt anzeigt; oder unser Kühlschrank uns auf unser Smartphone mitteilt, wenn sein Inhalt sich dem Ende zuneigt. Die Vorteile sind offensichtlich.


Informationsaustausch auf höchster Ebene. Effizienz wie wir sie bislang nicht kannten.

Aber – wie viel Vernetzung, wie viel Virtualisierung wollen wir denn eigentlich? Wann ist es genug?

Wollen wir wirklich, dass all unsere Daten, ja quasi unser ganzes Leben digitalisiert im Universum herumirrt? Wo bleibt die Bedeutung von physischer Anwesenheit, wo man Menschen ja auch einfach an einen bestimmten Ort „beamen“ kann? Allein die Vorstellung vermittelt ein wenig das Gefühl von einem Science Fiction Film, in den unser Leben sich verwandeln könnte. Was vor ein paar Jahren noch Utopie (oder Distopie?) war, ist heute realistisch. Wenn Gegenstände plötzlich mit uns kommunizieren können, fehlt wohl auch nicht mehr viel bis wir die Gedanken anderer Menschen lesen können. Wobei das wiederum manchmal ganz nett wäre.
Ich kann es kaum in Worte fassen, dieses Gefühl, dass der Gedanke an eine vollkommen vernetzte und technologisierte Welt in mir auslöst. Ein Gefühl, als ob irgendwas verloren ginge – bloß was? Die Menschlichkeit vielleicht. Die Natürlichkeit der Welt. Die Einfachheit, ja die Schlichtheit des Lebens. Die Echtheit, die Begreifbarkeit. Ein Stück des Lebens so wie wir es kennen. Veränderung bedeutet erst einmal Zweifel, gar Angst vor dem noch Ungewissen.

Zum Glück bleibt uns aber ja (vorerst?) noch selbst überlassen, wie viele der neuen Technologien wir auch wirklich nutzen wollen. Wenn ich keine vernetzte Zahnbürste und kein sprechendes Auto will, dann kauf ich es mir halt nicht. Niemand zwingt uns, diese Sachen auch zu nutzen – entscheiden können wir das immerhin noch selbst. Und das gewisse Entwicklungen definitiv Vorteile bieten, lässt sich ja auch nicht abstreiten.

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