Mittwoch, 20. August 2014

Strand.



„Wir könnten zum Strand?“, schlug sie vor als wir meinen Besuch bei ihr planten. Strand? OH JA! Da brauchte ich gar nicht weiter zu überlegen. Zum Glück ließ uns, als es dann so weit war, auch die Sonne nicht im Stich, sondern strahlte mit uns um die Wette. Von Kiel kann man entweder die Fähre nehmen, oder mit dem Fahrrad fahren. Dauert, so sagte sie mir, beides etwa 30 Minuten. Wir entschieden uns für eine kleine Radtour, Bewegung bei dem schönen Wetter tut gut und kann ja nicht schaden. Also fuhren wir am Wasser entlang aus Kiel hinaus, durch die Kieler Bucht gen Norden. Von der langen Steigung die Brücke über den Nord-Ostsee-Kanal hinauf erzählte sie mir zwar nichts – aber auch die bezwangen wir. Wir fuhren vorbei an Wald und Wiese und durch süße norddeutsche Örtchen hindurch.
„Ist nicht mehr weit…“ - „Die Hälfte haben wir mindestens schon…“ - „Wir müssten gleich da sein…“ - „Oh, hier sind wir erst…“ - „Aber gleich haben wir es wirklich…“ Aus geplanten 30 Minuten Fahrt wurden also etwa 50. Nach jahrelanger Freundschaft hätte ich ihr Zeitgefühl eigentlich einschätzen und damit rechnen sollen. Aber es machte auch überhaupt nichts, das Radfahren durch die frische Seeluft machte großen Spaß, und spätestens als wir unser Ziel tatsächlich erreichten und hinter den Dünen den Strand und das Wasser erblickten wusste ich: Es hat sich gelohnt. Ich wäre auch noch doppelt so lang mit dem Rad gefahren, um endlich mal wieder am Strand zu sein – viel zu lange ist‘s her gewesen. Dabei ist es doch so unfassbar schön: der Sand unter den Füßen, die Möwen, der Wind, das Meeresrauschen, die salzige Luft. Bewusst nahm ich all das in mich auf und genoss die Stunden. So herrlich entspannend und beruhigend. Man sollte viel öfters am Meer sein.

Der Nord-Ostsee-Kanal
Angekommen!
Nur wer mit den Füßen im Wasser stand, darf behaupten, am Meer gewesen zu sein.




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