Dienstag, 2. September 2014

Ich packe meinen Koffer und nehme mit...

Quelle: Pinterest


Hiermit gestehe ich: Ich bin fürchterlich schlecht im Koffer packen. Mehr noch, ich hasse es so sehr wie schlechten Kaffee und Pralinen mit Fruchtfüllung. Nicht, weil ich nicht gerne verreisen würde – ganz im Gegenteil. Aber das Packen stellt für mich das lästige, unvermeidbare Übel dar, das leider dazugehört. Sich beim Packen einstellende Vorfreude, von der andere so oft schwärmen? Nicht zu spüren. Eher ein Gefühl von „let’s get it over with“.

Ich schiebe es bis zuletzt vor mir her, und schmeiße dann einfach alles in den Koffer, was mir in die Finger kommt. Bisschen was für tagsüber, bisschen was für abends. Wer weiß denn im Vorhinein auch so genau, welche Teile man braucht. Oder auf welche man Lust haben wird – falls mir nicht nach dem einen Kleid ist, nehme ich vorsichtshalber also lieber noch ein zweites mit. Lieber immer etwas Auswahl dabei haben. Sicher ist sicher.



Fertig mit dem Packen bin ich dann, wenn der Koffer voll ist. Das ist er am Ende auch jedes Mal, unabhängig davon für wie lange ich wegfahre. Immerhin könnte ich meinen Urlaub wohl jedes Mal spontan verlängern, um ein halbes Jahr oder so. Aber zunächst noch schnell im Kopf durchgehen, ob man auch an Kosmetikartikel, Schuhe und Fahrkarten gedacht hat, und fertig. Koffer zu. Endlich kann es losgehen!



Bloß – merke ich dann vor Ort oft sehr schnell, dass ich meine Packkünste wirklich mal überarbeiten sollte. Wer fährt denn schließlich ohne Bikini und mit nur langen Hosen an den Bodensee? Oder nimmt weder Schirm noch Regenjacke mit nach Norddeutschland? Da hatte ich dann immerhin den Bikini dabei, um ihn nachher ungebraucht wieder auspacken zu können, ebenso wie mehrere kurze Hosen und Sommerkleider… Auch meine Schuhwahl ist meist, sagen wir, dürftig. Hätte ich ja vorher auch nicht ahnen können, dass die Füße nach 5 Tagen rumlaufen in Vans wehtun werden. Als Wiedergutmachung trug ich zwei Tage später, nach kurzem Zwischenstopp daheim zum Umpacken, selbst bei der abendlichen Kneipentour meine bunten und vor allem bequemen Sneakers. Meine Füße dankten es mir!



Manche Fehlgriffe schiebe ich gerne auf das unberechenbare Wetter, das einfach nicht vorherzusehen war, aber tief in mir drin weiß ich: Ich sollte mir beim Packen einfach mal mehr Gedanken machen. Oder früher damit anfangen. Versprochen, ich werde daran arbeiten, habe ja bestimmt noch genügend Gelegenheiten zum üben, und Übung soll ja bekanntermaßen den Meister machen. Jetzt gerade sollte ich zum Beispiel meinen Koffer für mein morgen beginnendes Auslandssemester in Budapest zu Ende packen, doch statt tatsächlich zu packen schreibe ich lieber über das Packen… Naja, wenigstens darf ich diesmal wirklich einfach alles in den Koffer schmeißen, bis er voll ist. Bloß ist er dann viel zu schwer. Und ich am Verzweifeln.

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