Donnerstag, 30. Oktober 2014

Café New York – das wohl schönste Kaffeehaus Budapests?



Die ungarische Hauptstadt ist voll von alten, traditionellen Kaffeehäusern mit stilechter Einrichtung und köstlichen Kuchen und Gebäcken. „Eine Klasse für sich beansprucht das ehemals legendäre Literatencafé New York am Erzsébet körút.“ – so steht es im Reiseführer. „The most beautiful Café in the world“ – so sagt das Café selbst über sich. Grund genug, dem berüchtigten Café einmal selbst einen Besuch abzustatten. Da meine Eltern über den Geburtstag meiner Mutter bei mir in Budapest waren, bot dieser einen perfekten Anlass. 


Mit großem Kaffeedurst und Appetit auf Kuchen betraten wir das Kaffeehaus, und ja – es ist prächtig. Riesige Räume, beeindruckender Stuckdekor, Inneneinrichtung im neobarocken Stil, Kronleuchter wo man nur hinschaut, vornehm gekleidete Bedienung. 

Nicht allzu freundlich jedoch wurden wir von einer mürrischen Kellnerin zu einem Tisch geleitet. Ein Blick in die Karte ließ uns ein weiteres Mal schlucken: 2200 Forint, also ca. 7€, für ein Stück Kuchen? Naja – es war ja Mamas Geburtstagskuchen. Lecker war er auch definitiv, aber ob er 7€-lecker war? Man zweifelt noch…

Aus dem Literatencafé Budapests ist leider wohl eher ein großes Touristencafé geworden. Selbst den Pianospieler, der die Gäste mit Musik unterhalten soll, erwischten wir dabei, wie er eine CD einlegte. 


Ob ich einen Besuch im Café New York also empfehlen würde? Es ist wunderschön, das steht außer Frage, der Kuchen ist teurer aber gut, der Kaffee schmeckt – doch allgemein ist es eben nur noch auf Touristen ausgelegt. Wenn man ihm dennoch einen Besuch abstatten möchte, nur zu, ansonsten bietet Budapest allerdings auch noch eine Vielzahl weiterer Kaffeehäuser, die mit fairen Preisen und authentischem Flair vielleicht mehr überzeugen. 




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