Samstag, 18. Oktober 2014

I rather fall in love with cities




Ich schlendere durch das Jüdische Viertel, vorbei an beeindruckender Streetart, süßen Cafés, einladenden Pubs, historischen Gebäuden und Synagogen, und denke: Wow.



Eine neue Stadt kennenzulernen, ist ein bisschen wie sich neu zu verlieben. Ohne zu wissen, was einen erwartet, lässt man sich aufeinander ein. Erkundet jede Ecke, entdeckt jeden Tag eine neue Seite. Man sieht nur das Schöne – die wunderbaren, uralten Gebäude von beeindruckender Architektur. Jedes Haus scheint eine Geschichte erzählen zu wollen.
Die unschönen Seiten – Müll, Abgase, Obdachlose fast überall – wollen das Auge noch gar nicht recht erreichen. Zu groß die Faszination. Man blendet den Lärm aus, der einen nicht ausschlafen lässt, sondern hört nur die talentierten Straßenmusiker in der U-Bahn-Station. Man übersieht die dreckigen Straßen und Häuserfassaden in den Nebengassen, und erfreut sich lieber an den schönen Stadtparks und der Promenade am Fluss.


Eine neue Stadt kennenzulernen, ist so inspirierend und belebend. Die kleinen Glücksmomente, wenn man plötzlich so etwas wie Orientierung aufbaut, wenn man den Heimweg plötzlich ohne Google findet – wechseln sich ab mit den Momenten voller Aufregung, wenn man doch wieder an einen Platz kommt, wo man noch nie zuvor gewesen ist, wenn man doch wieder einen neuen Teil der Stadt entdeckt.



Manchmal träume ich davon, nie etwas anderes zu tun, als immer wieder neue Orte kennenzulernen. Sie vollkommen einzuatmen, mich in sie zu verlieben, und dann weiterziehen – an den nächsten neuen Ort – wo alles wieder auf Anfang steht.








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Was noch gesagt werden muss:

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