Mittwoch, 11. März 2015

10 things to do when in Budapest



Kurz bleibe ich stehen, schaue mich um. Am linken Ufer steht majestätisch das ungarische Parlament und funkelt in der Sonne. Auf der rechten Seite hält die Burg ein wachsames Auge auf die Stadt, begleitet von der Matthiaskirche mit dem wunderbar bunten Dach und der Fischerbastei und ihren tollen Arkaden. Im Hintergrund sind leicht die Budaberge sichtbar. In der Mitte fließt die glitzernde Donau und gewährt wenigen Ausflugsschiffen Durchfahrt. „Wow“ ist alles was ich denke. Und dann ist da dieser kleine Stich in meiner Brust, der mir bewusst macht, dass ich dieses Kunstwerk von Stadt bald verlassen werde…


Als ich Anfang letzten September meine Reise nach Budapest antrat, hätte ich nie erwartet, dass diese Stadt es schaffen wird, mir so schnell so sehr ans Herz zu wachsen. Wer es bislang noch nicht in die ungarische Hauptstadt geschafft hat, dem kann ich einen Abstecher dorthin nur wärmstens empfehlen. Irgendwo zwischen Ost- und Westeuropa, ist Budapest für mich der Inbegriff einer modernen Großstadt. Beeindruckende Architektur bei der man aus dem Staunen nicht rauskommt, eine einladende Bar und Café-Kultur, ein pulsierendes Nachtleben… langweilig wird es nie! Sorgen wegen einer möglichen Sprachbarriere braucht man sich auch kaum zu machen, im Normalfall hört man auf einem Spaziergang durch die Stadt genauso viel Englisch wie Ungarisch. Und das wohl nicht nur, weil das Preislevel hier vergleichsweise niedriger ist als in anderen europäischen Großstädten – denn es gibt noch 1000 Gründe mehr, nach Budapest zu kommen, sei es zum Urlaub, zum Auslandssemester, zum Arbeiten… Und 10 dieser Gründe stelle ich euch hier heute vor:







1. Mach bei einem Escape Game mit!

Klar, die gibt’s in anderen Städten auch schon – aber bestimmt nicht so preiswert und bestimmt nicht in so einer Dichte. Was in Budapest eine Gruppe zahlt, zahlt in Deutschland meist eine Person. Aber erstmal kurz für die, die Escape Games noch nicht kennen: Eine Gruppe, bestehend aus ca. 3-5 Personen, wird gemeinsamen in einen Raum eingesperrt – und hat eine Stunde Zeit, um wieder herauszufinden. Dabei gibt es verschiedene Themenräume, und es geht darum, Hinweise zu finden und Rätsel zu lösen, um am Ende den befreienden Schlüssel in der Hand zu halten. Ich war selten von etwas so begeistert – wie oft konzentrieren wir uns schließlich heutzutage noch 60min lang auf eine einzige Sache? Die Idee, mal kurz aufs Handy zu schauen, kommt einem da gar nicht.

2. Durchs Jüdische Viertel schlendern



Das ehemalige Ghetto wird auch heute noch das Jüdische Viertel genannt. Denn dort befindet sich nicht nur die größte Synagoge Europas und zweitgrößte der Welt, sondern es leben auch immer noch verhältnismäßig viele jüdische Einwohner dort. Wer also koscher essen gehen möchte, ist hier richtig! Aber vielmehr ist das Jüdische Viertel heute das In-Viertel Budapests. Viele Straßenkünstler hat es hierher verschlagen, und beim herumschlendern kann man sich gar nicht so recht entscheiden, welchem Café, Restaurant oder Laden man zuerst einen Besuch abstatten möchte. Mein Tipp: Allen! Wem aber die Zeit dafür nicht reicht, dem empfehle ich das Blue Bird Café in der Gozsdu Udvar. Dort gibt es nicht nur eine hervorragende Kuchenauswahl, sondern auch ein tolles Ambiente.


3. Kürtöskalács essen



Kürtöskalács ist der ungarische Name für das, was vielen Deutschen als Baumkuchen bekannt ist. Dieses gedrehte, rohrförmige Gebäck, das es oft auf dem Weihnachtsmarkt gibt. Super lecker und für nur etwa 1€ gibt es das an vielen Straßenecken in Budapest zu kaufen – wahlweise mit Walnuss, Kokos, Zimt, Schoko oder einfach Zuckertopping. Der perfekte Snack für zwischendurch! Auf dem Weihnachtsmarkt habe ich sogar eine deluxe Version gefunden – aufgeschnitten mit Nougatcreme und Haselnüssen. Besser geht nicht!


4. Nachts ein Stück 200 Forint-Pizza...

Wenn nachts auf dem Heimweg der Magen grummelt noch schnell einen Döner essen? Von wegen, nicht in Budapest! Hier isst man stattdessen ein „200 Forint Pizza Slice“ – für umgerechnet ca. 70ct beschwert sich nichtmals der Geldbeutel, und die Knoblauchfahne nach dem Aufwachen bleibt auch aus! 


5. Straßenbahnlinie 2 fahren



Diese Straßenbahnlinie gehört zu den schönsten der Welt und wurde vor einigen Jahren auch mal dafür ausgezeichnet. Warum? Die Strecke an der Donau entlang und am Parlament vorbei erklärt es… Der ein oder andere hat vor lauter aus dem Fenster gucken bestimmt schonmal seinen Ausstieg verpasst.


6. Ruin Bars!



„How you know you’ve been in Budapest for too long? You walk into old, abandoned looking houses, and expect a cool bar.“ – Diese Bars nennen sich Ruin Bars und davon gibt es in Budapest gefühlt unendlich. Das Gebäude ist mehr Ruine als Gebäude, doch gerade das verleiht der ebendrum „Ruin Bar“ genannten Bar den gewissen Charme. Ein definitives MUST auf der to-do Liste, denn diese Ruin Bars machen Budapest so einzigartig!


7. Im Thermalbad entspannen



In der Gegend um Budapest sprudeln über 100 heiße Thermalquellen aus dem Erdboden hervor. Daher gibt’s es in Budapest Unmengen an Thermalbädern! Diese werden nicht nur von den Einheimischen besucht, unter anderem auch zum Schachspielen im heißen Wasser, sondern sind auch beliebtes Ziel von Besuchern der Stadt. Das größte und bekannteste Bad ist das Széchenyi-Bad im Stadtpark gelegen. Vor allem im Winter bei Minusgeraden gibt es fast nichts schöneres, als im 38°C warmen Wasser herumzudümpeln, bis die Haut schrumplig wird!


8. Einmal Rolltreppe fahren mit Panik, bitte

Ja, ihr habt richtig gelesen – so viel Angst beim Rolltreppe fahren hatte ich nichtmals als Kind, und dabei war ich ein ängstliches Kind. Die meisten Rolltreppen in den Metrostationen in Budapest fahren nämlich in einem Tempo, das gefühlt wohl selbst auf deutschen Autobahnen nicht mehr zulässig wäre, und in einem Winkel, der dem 90° Winkel verdammt nahe kommt. Also, gut festhalten und Vorsicht beim Auf- und Abstieg!


9. Ein Besuch in der Oper



Opern sind nicht jedermanns Ding, das ist klar. Meins auch nicht unbedingt. Aber wo kann man denn schon ein Opernstück für vielleicht 5€ anschauen? Und wo bitte ist das Operngebäude so beeindruckend schön? Allein dies ist Grund genug, die ungarische Nationaloper zu besuchen! Wenn das Stück gar nicht gefällt, kann man ja in der Pause noch unauffällig verschwinden…


10. Ein Nachmittag auf der Margrit Island



Okay, zugegeben, grün ist Budapest nicht unbedingt. Macht aber nichts, denn neben dem Stadtpark am oberen Ende der Andrássy út gibt es auch noch die Margareteninsel in der Donau, zwischen Buda und Pest. Diese lädt ein zu ausgiebigen Spaziergängen und einem Picknick in der Sonne. Für Sportbegeisterte gibt es eine Joggingstrecke komplett um die Insel herum so wie gewisse weitere Sportanlagen, für Kinder einen Streichelzoo inklusive Ponyreiten, für Verliebte einen Rosengarten – doch das Highlight für alle ist wohl der Musikbrunnen! Dieser führt zu jeder vollen Stunde eine kleine Wassershow zu klassischer Musik vor, definitiv sehens- und hörenswert. 


Wenn man sich in Städte verlieben kann, und ich glaube das kann man, dann habe ich mich – vielleicht – ein klitzekleines bisschen - in Budapest verliebt…

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